Das schlechte Gewissen im Fernstudium – und warum es dich mehr kostet als jede Klausur

Es ist ein Samstagnachmittag. Mein Sohn spielt im Wohnzimmer, ich sitze am Schreibtisch. Die Lernunterlagen aus meinem Fernstudium sind aufgeschlagen. Statistik, zweites Kapitel, Seite 47. Ich lese den gleichen Satz zum dritten Mal. Nicht weil er schwer wäre. Sondern weil ich nebenan das leise Summen seiner Spielzeugbahn höre – und mich frage, ob ich gerade wirklich hier sitzen sollte. Wer das Gefühl kennt, immer gleichzeitig zu kurz zu kommen, dem habe ich anderswo schon ehrlicher als mir lieb war davon erzählt, was bei mir wirklich auf der Strecke bleibt.

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Drei Dinge, die mir mein Psychologiestudium über mich selbst beigebracht hat – die ich nicht erwartet hatte

Wenn mich jemand fragt, was ich im Psychologiestudium lerne, denke ich zuerst an Statistik. An Lernkurven und Klausurenphasen. An Fremdwörter, die ich mir mühsam ins Langzeitgedächtnis befördert habe und die mich manchmal nachts noch verfolgen ("p-Wert", "t-Test", "Signifikanzniveaus", ...) Aber das ist nicht das Wichtigste, was ich gelernt habe. Das Wichtigste habe ich nicht unbedingt im Lehrbuch gefunden. Ich habe es in mir selbst gefunden. Und ehrlich gesagt hätte ich das so nicht erwartet. Hier die drei Dinge, die ich im berufsbegleitenden Psychologiestudium über mich selbst gelernt habe.

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Selbstständig, Kind & Psychologiestudium:Was davon leidet am meisten?

Es ist 20:47 Uhr. Mein Sohn schläft seit zwanzig Minuten. Der Tag war lang - er begann noch vor 5.00 Uhr. Ich setze mich an den Schreibtisch, öffne meine Lernunterlagen, atme einmal durch. Jetzt. Jetzt geht es los. Dann leuchtet das Babyphone auf. Ich starre auf den kleinen Bildschirm. Er wälzt sich hin und her. Quengelt. Ich halte die Luft an. Vielleicht schläft er nochmal ein. Vielleicht? Meistens nicht. Das ist kein Ausnahmeabend. Das ist mein Alltag.

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Quereinstieg Psychologie: So gelingt der Berufswechsel mit 30, 40 oder 50

„Ich wollte eigentlich immer Psychologie studieren.” Diesen Satz höre ich nicht nur, wenn andere von meinem Studium erfahren – ich habe ihn selbst lange gedacht. Viele Menschen, die mitten im Berufsleben stecken, tragen diesen Wunsch still mit sich. Und dann kommt irgendwann der Punkt, an dem man sich fragt: Ist es dafür nicht längst zu spät? Die kurze Antwort: Nein. Die etwas längere Antwort – die findest du in diesem Artikel.

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