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Was kostet ein Fernstudium in Psychologie? Kosten 2026 im Vergleich

Ein Fernstudium Psychologie kostet zwischen 2.000 € (FernUni Hagen) und 20.000 € (private Anbieter). In diesem Artikel bekommst du einen vollständigen Vergleich sämtlicher Optionen.

Viele Menschen, die darüber nachdenken, berufsbegleitend Psychologie zu studieren, ziehen ein Fernstudium in Betracht. Kein Wunder – wer Beruf, Familie und Studium unter einen Hut bringen muss und möchte, braucht Flexibilität. Die Flexibilität gibt mitunter den Ausschlag, ob du dein Studium abschließt oder irgendwann abbrechen musst. Häufig kommt dabei die Frage auf, was so ein Fernstudium eigentlich kostet. Immerhin ist die Finanzierung kein unwichtiges Kriterium. Tatsächlich können die Kosten eines berufsbegleitenden Fernstudiums stark variieren. Was genau kostet ein Fernstudium in Psychologie? Das hängt von der Hochschule, dem Studiengang, der Studiendauer und anderen Faktoren ab. Einen Überblick über Anbieter, Gründe für das Studium und Möglichkeiten der Finanzierung findest du in diesem Artikel.

Kosten für das Fernstudium: privat vs. staatlich

Wenn du dich dazu entscheidest, im Fernstudium Psycholog/in zu werden, kannst du zwischen privaten und staatlichen Universitäten und Fernhochschulen wählen. Die Fernuni Hagen, an der ich selbst ein paar Semester studiert habe (den Erfahrungsbericht findest du hier), ist, soweit ich weiß, die einzige staatliche Fernuniversität, die diesen Studiengang anbietet. Dementsprechend fallen die Semesterbeiträge vergleichbar zu einem Studium an einer staatlichen Präsenzuniversität aus. Die Gesamtkosten für den Bachelor in Psychologie belaufen sich bei Regelstudienzeit (6 Semester in Vollzeit) auf etwa 2.000 bis 2.700 Euro, abhängig von der genauen Studiendauer und den belegten Kursen. Pro Semester fällt hier neben den Kosten für die Module, die du jeweils belegen möchtest, eine Grundgebühr von 60 Euro an. Wenn du also in Teilzeit oder länger für das Studium brauchst, erhöhen sich die Kosten dementsprechend um 60 Euro pro Semester.

An privaten Fernhochschulen wie der SRH Fernhochschule, der IU Internationale Hochschule oder der Euro-FH ist das Studium deutlich teurer. Hier kommen Kosten zwischen 200 und 600 Euro pro Monat auf dich zu. Für den Bachelor ist also mit Gesamtkosten zwischen 10.000 und 20.000 Euro zu rechnen. Möchtest du ebenfalls einen Master per Fernstudium machen, zahlst du logischerweise noch vier weitere Semester obendrauf.

Kostenvergleich: Die führenden Anbieter auf einen Blick

Damit du die Kosten der verschiedenen Anbieter direkt vergleichen kannst, habe ich die wichtigsten Zahlen in einer Übersichtstabelle zusammengefasst. Eine ausführliche Analyse der Vor- und Nachteile jedes Anbieters – inhaltlich, strukturell und karrieretechnisch – findest du in meinem Artikel Fernstudium Psychologie: Welche Hochschule lohnt sich wirklich? (2026).

AnbieterAbschlussGesamtkosten (ca.)Monatliche Rate (ca.)Besonderheit
FernUni HagenB.Sc.ca. 2.000–2.700 €keine monatliche RateEinzige staatliche Fernuniversität; Semesterbeiträge + Modulkosten
IU Internationale HochschuleB.Sc.ca. 15.000–19.000 €ca. 260–330 €Größte private Fernhochschule; kein NC, monatlicher Studienstart
Euro-FHB.Sc.ca. 12.000–16.000 €ca. 200–280 €Fokus auf praxisnahe Inhalte; gute Betreuungsstruktur
SRH FernhochschuleB.Sc.ab 16.000 €ca. 280–400 €CORE-Prinzip: kompakte Lernphasen; besonders strukturiert
Hochschule FreseniusB.Sc.auf Anfrageauf AnfrageFokus auf Gesundheitspsychologie; renommierter Name im Gesundheitsbereich

Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 2026. Studiengebühren ändern sich regelmäßig – prüfe die aktuellen Angaben direkt auf den Hochschulwebseiten.

Zusätzliche anfallende Kosten

Was kostet ein Fernstudium in Psychologie? Neben den reinen Studiengebühren solltest du gegebenenfalls noch weitere Kosten einrechnen. In der Regel müssen jedes Semester bestimmte Lehrbücher angeschafft werden. Vielleicht kaufst du dir für das Studium auch einen neuen Laptop oder anderes Equipment. Plane am besten pro Semester hierfür mindestens 100 Euro ein. An manchen Universitäten müssen die Prüfungen zusätzlich bezahlt werden. Außerdem finden diese – zumindest ist es an der Fernuni Hagen so – in Stadtzentren in Präsenz statt. Nicht in jeder Stadt gibt es jedoch ein solches Zentrum. Mitunter wird es also nötig, ein Zugticket und möglicherweise eine Übernachtung zu bezahlen. Vor allem Statistik ist für viele Psychologiestudierende ein regelrechtes Horrorfach. Bedenke vorab, dass es sinnvoll sein kann, in eine professionelle Nachhilfe zu investieren. Darüber hinaus kann ich dir (es folgt ein Affiliate-Link) dieses Buch* sehr empfehlen. Es hat mir damals geholfen, im Statistikdschungel den Durchblick zu behalten.

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Steuerliche Absetzbarkeit: So reduzierst du deine Nettokosten

Ein Faktor, den viele bei der Kostenplanung vergessen: Studienkosten können unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich abgesetzt werden – was die tatsächlichen Nettokosten erheblich senken kann. Das lohnt sich besonders bei den höheren Gebühren privater Fernhochschulen.

Wann sind Studienkosten absetzbar?

Grundsätzlich unterscheidet das Steuerrecht zwischen Erstausbildung und Zweitausbildung bzw. Weiterbildung:

  • Zweitstudium oder Weiterbildung: Wer bereits eine Berufsausbildung oder ein erstes Studium abgeschlossen hat und dann ein weiteres Studium aufnimmt, kann die Kosten als Werbungskosten in der Steuererklarung geltend machen. Das gilt in der Regel für berufsbegleitende Fernstudierende, die sich weiterqualifizieren möchten.
  • Erstausbildung: Hier ist es etwas komplizierter. Erstausbildungskosten können nur als Sonderausgaben abgesetzt werden – mit einem jährlichen Höchstbetrag von 6.000 Euro. Da Sonderausgaben sich nur dann steuerlich auswirken, wenn tatsächlich Einkommen erzielt wird, profitieren Vollzeitstudierende ohne Nebenjob häufig nicht.

Was genau kann ich absetzen?

Als absetzbare Kosten kommen in Betracht:

  • Studiengebühren und Semesterbeiträge
  • Kosten für Lehr- und Fachbücher
  • Laptop oder andere technische Ausrüstung (anteilig, wenn auch privat genutzt)
  • Prüfungsreisekosten (Fahrt, Übernachtung)
  • Nachhilfe oder Tutorien, die in direktem Zusammenhang mit dem Studium stehen
  • Arbeitszimmer (wenn ein klar abgetrennter Heimarbeitsbereich vorhanden ist)

Ein konkretes Beispiel: Wer jährlich 3.600 Euro Studiengebühren an einer privaten Fernhochschule zahlt, plus 400 Euro Bucher und 200 Euro Prüfungsreisekosten, kann insgesamt 4.200 Euro als Werbungskosten geltend machen. Je nach persönlichem Steuersatz (z. B. 30 %) ergibt das eine Steuerersparnis von rund 1.260 Euro im Jahr.

Wichtig: Steuerliche Regelungen ändern sich, und jede Situation ist individuell. Ich bin keine Steuerberaterin – für verbindliche Auskunft empfehle ich dir, einen Steuerberater oder das Finanzamt zu kontaktieren.

Karriereaussichten nach dem Fernstudium

Ein Fernstudium in Psychologie ermöglicht einen Bachelor- oder Masterabschluss in einem der beliebtesten Studienfächer. Doch wenn du mehrere Tausend Euro in die Hand nimmst, solltest du auch sichergehen, dass du am Ende deine angestrebten Karriereziele erreichen kannst. So kannst du dich nach Abschluss eines Fernstudiums zwar Psycholog/in nennen. Du solltest jedoch wissen, dass seit der Reform des Psychotherapeutengesetzes 2020 der Berufsweg des Psychotherapeuten mit einem Fernstudium nicht mehr möglich ist. Ist dies dein Karriereziel, müsstest du dein Glück an einer Präsenzuni im Studiengang Psychotherapie versuchen. Dennoch sind auch ohne Therapeutenausbildung Psycholog/innen auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Du könntest beispielsweise eine Karriere in der Marktforschung, in Krankenhäusern, Jugendämtern, Personalabteilung oder Beratungsstellen anstreben.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist ein Fernstudium Psychologie teurer als ein Präsenzstudium?

Das kommt ganz darauf an, welche Hochschule du vergleichst. Ein staatliches Präsenzstudium kostet ähnlich viel wie ein staatliches Fernstudium an der FernUni Hagen – also vergleichsweise wenig. Private Fernhochschulen hingegen sind in der Regel deutlich teurer als staatliche Präsenzuniversitäten, liegen aber preislich ähnlich wie private Präsenzhochschulen. Hinzu kommen beim Präsenzstudium Lebenshaltungskosten für Miete und Verpflegung am Studienort, die beim Fernstudium wegfallen.

Gibt es Fördermöglichkeiten für das Fernstudium?

Ja, es gibt verschiedene Möglichkeiten: BAföG kann unter bestimmten Voraussetzungen auch für Fernstudierende beantragt werden. Bildungskredite der KfW sind ebenfalls eine Option. Manchmal übernimmt auch der Arbeitgeber ganz oder teilweise die Studiengebühren, vor allem wenn das Studium direkt mit dem Job zusammenhängt.

Wie lange dauert ein Fernstudium in Psychologie?

Der Bachelor in Psychologie hat eine Regelstudienzeit von 6 Semestern (Vollzeit). Im Teilzeitstudium – was für Berufstätige typischerweise der Fall ist – verlängert sich die Dauer entsprechend auf 8 bis 12 Semester. Das bedeutet auch: Die Gesamtkosten steigen, je länger du studierst, da monatliche Gebühren oder Semesterbeiträge weiter anfallen.

Kann ich die Studienkosten steuerlich absetzen?

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Wer ein Zweitstudium oder eine berufsbegleitende Weiterqualifikation absolviert, kann die Kosten als Werbungskosten geltend machen – also vollständig, ohne Deckelung. Details dazu findest du im Abschnitt zur steuerlichen Absetzbarkeit weiter oben in diesem Artikel.

Welche Hochschule ist die günstigste für ein Fernstudium Psychologie?

Die günstigste Option ist eindeutig die FernUniversität in Hagen als einzige staatliche Fernuniversität Deutschlands. Die Gesamtkosten für den Bachelor liegen bei etwa 2.000 bis 2.700 Euro. Alle privaten Anbieter liegen deutlich darüber.

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