„Kann ich das wirklich schaffen – Psychologie studieren neben dem Job, der Familie, dem Leben?“
Diese Frage habe ich mir selbst gestellt. Und ich wette, du stellst sie dir gerade auch. Die gute Nachricht: Du bist nicht allein damit. Jedes Jahr entscheiden sich tausende Menschen in Deutschland für ein Psychologiestudium – viele davon nicht direkt nach dem Abitur, sondern mitten im Berufsleben, mit 30, 40 oder sogar 50 Jahren.
Dieser Artikel ist der Ratgeber, den ich mir damals gewünscht hätte. Kein Hochglanz-Marketingtext, keine Affiliate-Rangliste, in der jeder Anbieter irgendwie Testsieger ist. Sondern ein ehrlicher Überblick über alles, was du wissen musst, bevor du dich einschreibst – egal ob du berufsbegleitend, im Fernstudium oder doch irgendwann in Vollzeit studieren möchtest.
1. Warum Psychologie studieren?
Psychologie ist eines der beliebtesten Studienfächer Deutschlands – und das aus gutem Grund. Der Wunsch, Menschen zu verstehen, ihnen zu helfen, das eigene Verhalten und das anderer besser einordnen zu können: Das sind Motivationen, die nichts mit Alter oder Berufserfahrung zu tun haben. Eher im Gegenteil – wer schon einige Jahre im Berufsleben steckt, bringt oft eine Reife und Lebenserfahrung mit, die das Studium erst richtig bereichert.
Aber es gibt noch andere Gründe, warum immer mehr Menschen sich für ein Psychologiestudium entscheiden:
Karrierewechsel: Viele kommen aus sozialen Berufen, aus der Pädagogik, dem Personalwesen oder dem Gesundheitswesen – und möchten ihre Arbeit mit einem soliden psychologischen Fundament untermauern.
Persönliche Weiterentwicklung: Nicht jeder möchte Psychotherapeut werden. Manchmal geht es darum, die eigene Lebensgeschichte besser zu verstehen, Resilienz aufzubauen oder sich für eine Führungsrolle weiterzuqualifizieren.
Konkretes Berufsziel: Manche wissen genau, wohin sie wollen – als Psychologische Psychotherapeutin, als Coach, in der Personalentwicklung oder in der Forschung.
Egal was dich antreibt: Der erste Schritt ist, dir über dein Ziel klar zu werden. Denn davon hängt vieles ab – welche Studienform du wählst, welcher Anbieter zu dir passt und wie lang dein Weg wirklich ist.
2. Welche Studienformen gibt es?
Nicht jedes Psychologiestudium ist gleich. Du hast im Wesentlichen drei Optionen:
Vollzeitstudium an einer Präsenzuniversität
Das klassische Modell: Du studierst in Vollzeit, besuchst Vorlesungen und Seminare vor Ort, hast feste Stundenpläne. Der Vorteil: direkter Kontakt zu Kommiliton:innen und Dozierenden, ein strukturierter Rahmen, volle akademische Tiefe. Der Nachteil: Kaum mit einem Job vereinbar, du lebst entweder von Ersparnissen, BAföG oder der Unterstützung deiner Familie.
Für Menschen, die mitten im Berufsleben stehen, ist das Vollzeitstudium in der Regel keine Option – zumindest nicht ohne erhebliche finanzielle und organisatorische Kompromisse.
Berufsbegleitendes Präsenzstudium
Einige Hochschulen bieten Psychologie-Studiengänge an, die gezielt für Berufstätige konzipiert sind. Vorlesungen finden abends oder am Wochenende statt, manchmal in kompakten Wochenendblöcken. Das klingt verlockend – und kann funktionieren. Aber: Du musst trotzdem regelmäßig an einem festen Ort präsent sein. Für Menschen in kleineren Städten oder mit eingeschränkter Mobilität ist das oft nicht realistisch.
Fernstudium
Das Fernstudium ist für viele Berufstätige die sinnvollste Lösung. Du lernst ortsunabhängig, in deinem eigenen Tempo, oft mit flexibler Zeiteinteilung. Es gibt staatliche und private Anbieter, mit sehr unterschiedlichen Kosten und Betreuungsmodellen.
Ich selbst habe mein Studium als Fernstudium begonnen – und kann sagen: Es ist machbar, aber es verlangt deutlich mehr Selbstdisziplin, als die meisten erwarten. Mehr dazu weiter unten.
3. Voraussetzungen fürs Psychologiestudium
Die Voraussetzungen hängen davon ab, welchen Studiengang und welche Hochschule du wählst.
Allgemeine Hochschulreife (Abitur)
Das klassische Modell setzt das Abitur voraus. Für Psychologie an staatlichen Universitäten wie der FernUni Hagen oder an Präsenzhochschulen ist das in der Regel Pflicht.
Fachhochschulreife
Viele private Fernhochschulen akzeptieren auch die Fachhochschulreife (Fachabitur). Das öffnet den Weg für Menschen, die nicht das klassische Abitur gemacht haben.
Numerus Clausus (NC)
Psychologie an staatlichen Präsenzuniversitäten ist einer der härtesten Studiengänge in Deutschland – der NC lag historisch bei 1,0 bis 1,5. Beim Fernstudium und an privaten Hochschulen gibt es in der Regel keinen NC. Du bewirbst dich, und wenn du die formalen Voraussetzungen erfüllst, wirst du aufgenommen.
Berufliche Qualifikation als Zugangsoption
Wer keine klassische Hochschulzugangsberechtigung hat, aber eine abgeschlossene Berufsausbildung und mehrere Jahre Berufserfahrung mitbringt, kann in manchen Bundesländern auch ohne Abitur studieren. Diese Regelung nennt sich „Studium ohne Abitur“ oder „Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte“. Die genauen Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland – es lohnt sich, das direkt bei der Hochschule abzuklären.
Englischkenntnisse
Viele Studienunterlagen – vor allem in der Forschung und der klinischen Psychologie – liegen auf Englisch vor. Du musst kein Muttersprachler sein, aber solide Lesekenntnisse sind wichtig. Ein offizieller Nachweis wird meist nicht verlangt.
4. Fernstudium Psychologie: Anbieter im Überblick
Der Markt der Fernhochschulen ist groß, und die Versprechen klingen überall verlockend. Hier ein nüchterner Überblick über die wichtigsten Anbieter in Deutschland:
| Anbieter | Abschluss | Kosten (ca.) | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| FernUniversität Hagen | B.Sc. / M.Sc. | ~2.200 € gesamt | Einzige staatliche Fernuni Deutschlands |
| IU Internationale Hochschule | B.Sc. | 15.000–19.000 € | Größte private Fernhochschule, sehr flexibel |
| SRH Fernhochschule | B.Sc. | ab 16.000 € | Strukturiertes CORE-Prinzip, gute Betreuung |
| Hochschule Fresenius | B.Sc. | auf Anfrage | Schwerpunkt Gesundheitspsychologie |
Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 2026. Preise und Bedingungen ändern sich – prüfe aktuelle Infos direkt bei den Anbietern.
FernUniversität Hagen
Die FernUni Hagen ist die einzige staatliche Fernuniversität in Deutschland – und für viele deshalb die erste Wahl. Ich selbst habe dort studiert. Der Preis ist unschlagbar: Der gesamte Bachelor kostet in etwa so viel wie ein einziges Semester an einer privaten Hochschule. Dazu kommt das akademische Renommee: Als echte Universität – nicht Fachhochschule – eröffnet sie den Weg zur Promotion.
Der Haken: Die Betreuung ist minimal. Du studierst größtenteils alleine mit Studienmaterialien, die manchmal eher an wissenschaftliche Abhandlungen als an Lernmaterial erinnern. Wer regelmäßige externe Motivation braucht, wird sich schnell verloren fühlen.
Mein Fazit: Ideal für selbstorganisierte Menschen, die auf Kosten achten müssen und ein wissenschaftlich anspruchsvolles Studium suchen.
IU Internationale Hochschule
Die IU ist die größte private Fernhochschule Deutschlands. Der Online-Campus ist modern, der Einstieg ist jederzeit möglich (kein fester Semesterstart), und die Community ist aktiv. Klausuren können online abgelegt werden.
Der Preis ist der größte Nachteil: Je nach Studiendauer kostet der Bachelor zwischen 15.000 und knapp 20.000 Euro. Dazu ist die IU eine Fachhochschule – wer später promovieren möchte, sollte das im Blick behalten.
Mein Fazit: Eine solide Option für alle, die Flexibilität und einen modernen Lernalltag schätzen – und das Budget mitbringen.
SRH Fernhochschule
Die SRH setzt auf ihr sogenanntes CORE-Prinzip: kürzere, intensive Lernphasen statt langer Semester. Das schätzen viele Berufstätige, die klare Strukturen brauchen. Die Betreuung ist laut Community-Rückmeldungen überdurchschnittlich gut.
Der Nachteil: Sie ist die teuerste Option im Vergleich, und das kompakte Lernmodell passt nicht zu jedem.
Mein Fazit: Interessant für alle, die Struktur brauchen und bereit sind, dafür deutlich mehr zu bezahlen.
Hochschule Fresenius
Eine der ältesten privaten Fachhochschulen Deutschlands, mit einem traditionellen Schwerpunkt auf Gesundheit und Psychologie. Gut geeignet, wenn du gezielt in der Gesundheitspsychologie arbeiten möchtest.
Mein Fazit: Solide, aber für einen allgemeinen Einstieg gibt es günstigere Alternativen. Wichtig: Kosten und enthaltene Leistungen vor der Einschreibung genau prüfen.
5. Kosten und Finanzierung
Das Psychologiestudium kostet Geld – wie viel, hängt stark vom Anbieter ab. Aber neben den Studiengebühren gibt es weitere Kostenpunkte, die oft unterschätzt werden:
- Studienmaterial und Bücher: Besonders an der FernUni sind nicht alle Materialien im Preis enthalten. Gute Lehrbücher für Statistik, Allgemeine Psychologie oder Forschungsmethoden können schnell 50–100 Euro pro Band kosten.
- Prüfungsgebühren: Manche Hochschulen erheben separate Gebühren für Prüfungen oder Nachschreibetermine.
- Software: Statistiksoftware (z. B. SPSS oder R) kann Kosten verursachen – manche Hochschulen bieten Campuslizenzen an, andere nicht.
- Zeitkosten: Das wird oft vergessen. Zeit, die du für das Studium aufwendest, ist Zeit, die du nicht anderweitig verdienst.
Finanzierungsmöglichkeiten
Arbeitgeber: Viele Unternehmen fördern Weiterbildungen ihrer Mitarbeitenden – auch Studiengänge. Das lohnt sich anzufragen, besonders wenn das Studium einen klaren Bezug zur aktuellen Tätigkeit hat. Ich habe dazu einen eigenen Artikel geschrieben: Arbeitgeber zahlt dein Studium – so bekommst du Förderung von deiner Firma.
BAföG für Berufstätige: Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch im Fernstudium BAföG beantragt werden. Die Regeln sind komplex – eine individuelle Beratung beim Studierendenwerk lohnt sich.
Bildungskredite: Die KfW bietet günstige Bildungskredite an. Auch private Banken haben entsprechende Produkte. Konditionen sorgfältig vergleichen.
Stipendien: Weniger bekannt, aber möglich: Einige Begabtenförderwerke unterstützen auch Berufstätige im Zweitstudium. Der Bewerbungsaufwand ist hoch, aber bei Erfolg erheblich.
6. Berufsbegleitend studieren: Was dich wirklich erwartet
Ich möchte ehrlich mit dir sein – denn das ist das, was mir damals gefehlt hat.
Ein berufsbegleitendes Psychologiestudium ist kein Hobby. Es ist ein zweiter Job. Wer in Vollzeit arbeitet und nebenbei studiert, lebt über Monate oder Jahre hinweg an der Grenze seiner Kapazitäten. Das ist keine Panikmache, sondern Realität – und wer das von Anfang an weiß, kann sich darauf vorbereiten.
Zeitaufwand
Realistisch solltest du mit 15–25 Stunden pro Woche rechnen, die du für Lernen, Lesen und Prüfungsvorbereitung aufwendest. Das sind Stunden, die irgendwo herkommen müssen – meist von Freizeit, Schlaf und sozialen Aktivitäten.
Was wirklich hilft
Feste Lernzeiten: Nicht „irgendwann am Abend“, sondern konkrete Zeitblöcke im Kalender. Morgens vor der Arbeit, in der Mittagspause, am frühen Abend – je nach Rhythmus. Konsequenz schlägt Spontanität.
Realistische Semesterplanung: Lieber ein Modul weniger pro Semester als drei Module, die du nicht schaffst. Ein verlängertes Studium ist kein Versagen – es ist Selbstkenntnis.
Lerngruppen und Community: Andere Fernstudierende sind Gold wert. Bei der FernUni gibt es regionale Lerngruppen, bei privaten Anbietern oft aktive Online-Communities. Gemeinsam lernen – auch digital – macht einen riesigen Unterschied.
Pausen einplanen: Mindestens eine Woche im Semester, in der du bewusst nicht lernst. Das klingt paradox, aber es ist notwendig. Burnout ist eine der häufigsten Abbruchgründe im Fernstudium – nicht Überforderung durch den Stoff, sondern Erschöpfung durch Dauerstress.
Was mich wirklich überrascht hat
Die größte Herausforderung war nicht Statistik. Es war die Einsamkeit des Lernens. Keine Kommiliton:innen im Seminarraum, kein Austausch in der Pause, kein gemeinsames Stöhnen über schwierige Prüfungen. Das Fernstudium ist einsamer, als ich erwartet hatte – und das muss man mögen, oder zumindest aushalten können.
Das Zweite: Die Stolpersteine kommen oft dann, wenn das Leben sowieso gerade schwierig ist. Krankheit, Stress im Job, familiäre Veränderungen. Genau dann, wenn du am wenigsten Kapazität hast, steht eine Prüfung an. Flexibilität und die Bereitschaft, einen Plan B zu haben, sind keine Schwäche. Sie sichern dir dein Überleben im Studium.
7. Psychologiestudium mit Kind
Kinder und Fernstudium – geht das? Ja. Aber es braucht Organisation, ein stabiles Unterstützungssystem und die Bereitschaft, Kompromisse zu machen.
Ich studiere selbst als Mutter. Was ich dabei gelernt habe:
Napzeiten und frühe Morgen sind oft die produktivsten Lernzeiten, wenn Kinder im Haushalt sind. Abends, wenn das Kind schläft, ist die eigene Energie oft schon erschöpft.
Partner:in, Familie und Kita sind keine Selbstverständlichkeiten, aber wenn möglich, lohnt es sich, explizit zu kommunizieren: „Dienstag und Donnerstag von 20 bis 22 Uhr ist meine Lernzeit.“ Klare Absprachen verhindern Reibung.
Schuld loslassen: Es wird Phasen geben, in denen das Studium zu kurz kommt – und Phasen, in denen das Kind zu kurz kommt. Beides gehört dazu. Wer versucht, immer alles perfekt zu machen, scheitert schneller als jemand, der realistisch plant.
8. Karrierechancen und Berufsfelder
„Was macht man eigentlich mit Psychologie?“ – Eine der häufigsten Fragen, die mir gestellt werden. Die Antwort überrascht viele: sehr viel.
Klinische Psychologie und Psychotherapie
Das ist das Berufsfeld, das die meisten vor Augen haben. Als approbierte:r Psychologische:r Psychotherapeut:in arbeitest du in eigener Praxis, in Kliniken oder Beratungsstellen. Der Weg dorthin ist lang – Bachelor, Master, dann die Approbationsausbildung – aber für viele lohnenswert.
Arbeits- und Organisationspsychologie
Psycholog:innen in Unternehmen – als HR-Business-Partner:in, in der Personalentwicklung, im Coaching oder im Bereich Gesundheitsmanagement. Dieser Bereich wächst stark, und die Nachfrage nach psychologisch ausgebildeten Fachkräften in der Wirtschaft ist hoch.
Pädagogische Psychologie
Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Bildungskontexten: Schulpsychologischer Dienst, Lernberatung, Hochschulberatung. Besonders interessant für alle, die bereits im pädagogischen Bereich tätig sind.
Gesundheitspsychologie und Prävention
Arbeit in Krankenkassen, im betrieblichen Gesundheitsmanagement oder in der Prävention – ein wachsendes Feld, besonders im Bereich mentale Gesundheit und Stressbewältigung.
Forschung und Wissenschaft
Wer in der Wissenschaft arbeiten möchte, braucht in der Regel einen Universitätsabschluss (nicht Fachhochschule) und einen Master, idealerweise mit Promotionsmöglichkeit. Der akademische Weg ist lang, aber für bestimmte Menschen genau richtig.
Coaching und Beratung
Für dieses Feld braucht man nicht zwingend eine Approbation – aber eine solide psychologische Ausbildung stärkt die eigene Glaubwürdigkeit und die Qualität der Arbeit erheblich. Viele meiner Leser:innen kommen aus diesem Bereich und studieren Psychologie, um ihr Coaching-Angebot fundierter aufzustellen.
9. Approbation: Was du wissen musst
Wenn dein Ziel die Tätigkeit als Psychologische:r Psychotherapeut:in ist, ist das Thema Approbation zentral – und seit 2020 hat sich hier einiges verändert.
Seit der Reform des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) am 1. September 2020 läuft der Weg zur Approbation anders. Vereinfacht gesagt: Du brauchst jetzt einen Bachelor und einen Master, der spezifische Anforderungen erfüllt und eine integrierte Approbationsausbildung beinhaltet. Das bedeutet: Nicht jeder Psychologie-Bachelor im Fernstudium führt automatisch zur Approbation.
Was du konkret prüfen musst:
- Ist der Bachelor-Studiengang approbationskonform? Das heißt: Erfüllt er die inhaltlichen und formalen Voraussetzungen, um danach einen approbationsrelevanten Master zu beginnen?
- Nicht alle Bezeichnungen wie „Angewandte Psychologie“ oder „Wirtschaftspsychologie“ sind approbationskonform – auch wenn sie gute, solide Studiengänge sind.
- Bei privaten Hochschulen unbedingt schriftlich bestätigen lassen, ob der Studiengang die Zugangsvoraussetzungen für approbationsrelevante Master erfüllt.
Wenn du unsicher bist, empfehle ich, direkt bei der Hochschule und zusätzlich bei der zuständigen Psychotherapeutenkammer deines Bundeslandes nachzufragen. Diese Entscheidung ist zu wichtig, um sie dem Marketingversprechen einer Hochschule zu überlassen.
10. Meine persönliche Empfehlung
Nach allem, was ich erlebt und beobachtet habe – als Studierende, als Bloggerin, die regelmäßig von anderen Fernstudierenden hört – kann ich dir Folgendes sagen:
Es gibt keinen perfekten Weg. Es gibt nur den Weg, der zu deiner Situation passt.
Wenn ich heute nochmal von vorne anfangen würde, mit allem, was ich jetzt weiß:
Ich würde zuerst mein Ziel definieren – nicht vage „Psychologie studieren“, sondern konkret: Approbation? Karrierewechsel? Weiterbildung im aktuellen Beruf? Davon hängt die Wahl der Hochschule fundamental ab.
Ich würde realistisch rechnen – sowohl finanziell als auch zeitlich. Nicht was theoretisch möglich ist, sondern was ich tatsächlich über mehrere Jahre durchhalten kann.
Ich würde mit echten Studierenden sprechen – nicht mit Vergleichsportalen oder Hochschul-Infobroschüren. Facebook-Gruppen, Reddit-Foren oder ein direktes Gespräch mit jemandem, der bereits im Fernstudium ist, geben ein realistischeres Bild.
Und ich würde mir von Anfang an Unterstützung holen – nicht erst dann, wenn ich kurz vor dem Abbruch stehe.
Fazit
Psychologie zu studieren – egal in welcher Form – ist eine der nachhaltigsten Entscheidungen, die du für deine Karriere und deine persönliche Entwicklung treffen kannst. Es ist kein einfacher Weg, und es ist kein kurzer Weg. Aber es ist ein Weg, der sich lohnt.
Dieser Artikel ist ein Ausgangspunkt – nicht das letzte Wort. Wenn du tiefer in einzelne Themen einsteigen möchtest, findest du auf diesem Blog viele weiterführende Artikel:
- Berufsbegleitendes Psychologiestudium: Was erwartet dich wirklich?
- Psychologiestudium – was dann? Diese Berufsfelder stehen dir offen
- Quereinstieg Psychologie: So gelingt der Berufswechsel mit 30, 40 oder 50
Und wenn du gerade an einem Punkt bist, an dem du dir nicht sicher bist, welcher Weg zu dir passt – schreib mir. Genau für diese Entscheidungsphase bin ich mit meinem Coaching-Angebot da.
Hast du Fragen oder eigene Erfahrungen, die du teilen möchtest? Schreib sie gerne in die Kommentare – ich freue mich über den Austausch.
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